Aktuelles

Pressemitteilung: Verbund Ökohöfe e. V. zieht in neues Büro

Wanzleben, 20. Februar 2020. Zum Februar ist die Geschäftsstelle des Verbund Ökohöfe e. V. in neue Büroräume innerhalb Wanzlebens umgezogen. Die frischen Räume bieten mehr Bürofläche als zuvor und die Möglichkeit, auch vor Ort Treffen und Veranstaltungen abhalten zu können.

Die postalische Adresse lautet nun Ritterstraße 12 in 39164 Wanzleben in der historischen Altstadt. Die Telefonnummer bleibt wie gehabt 039 209 / 53 799. Mailadressen ins Büro sind info@verbund-oekohoefe.de sowie bianca.rosenau@verbund-oekohoefe.de für allgemeine und Sekretariatsanfragen. Thomas Handrick, Büroleiter und zuständig für den Bereich Pflanzenbau, ist zu erreichen unter thomas.handrick@verbund-oekohoefe.de. Stefanie Kunz erhält Ihre Mails unter stefanie.kunz@verbund-oekohoefe.de; sie ist zuständig für den Gemüsebau, den Naturschutz und die Kommunikation. Stefanie Krieger ist nun für ein Jahr im Mutterschutz. Demnächst wird das Büro-Team erweitert um eine Stelle zu Vermarktungsstrategien im Rahmen des Traineeprogramms Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft der FiBL Projekte GmbH.

Neue Büroräume in der Ritterstraße 12 in 39164 Wanzleben (Foto: Verbund Ökohöfe e. V., Stefanie Kunz)

Pressemitteilung: Verbund Ökohöfe e. V. wählt neuen Vorstand

Wanzleben, 13. Dezember 2019. Der Verbund Ökohöfe e. V. hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. In den Vorstand wiedergewählt sind Thomas Handrick (Gemüsebau in Klein Quenstedt und Büroleiter Verbund Ökohöfe), Matthias Jahn (Gemüsebau „Amselhof“ bei Halle) sowie Ingo Berthold (Gemüsebau „Gärtnerhof an den Heiligen Pfühlen“ östlich von Berlin). Neu hinzugekommen sind Dr. Ute Knust, Geschäftsführerin von „Bio-Geflügelhof Deersheim“ sowie Florian Gaube vom „Obstbau Lampadius“ bei Halle. Beide Neuzugänge sind langjährige Verbandsmitglieder und Experten auf ihren jeweiligen Gebieten.

Wir freuen uns über die unkomplizierte Findung und Erweiterung des Vorstands und wünschen allen eine gute Zusammenarbeit, um gemeinsam die Bio-Landwirtschaft weiter voranzubringen.

Gleichzeitig scheidet Jürgen Hartmann aus dem Vorstand aus. Jürgen Hartmann hat von Gründungszeiten an den Verbund Ökohöfe e. V. aufgebaut, geleitet und weiterentwickelt. Wir danken ihm sehr für die jahrelange gute Arbeit und seinen überzeugten Einsatz für den Öko-Landbau in Sachsen-Anhalt und überregional.

Der neue Vorstand des Verbund Ökohöfe e. V. (v. l. n. r.): Florian Gaube, Ingo Berthold, Dr. Ute Knust, Thomas Handrick, Matthias Jahn (Foto: Verbund Ökohöfe e. V., Stefanie Kunz)

Stellungnahme zur Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt

Wanzleben, 05. Dezember 2019. Die Vorstellung der Nachhaltigkeitsstrategie für Sachsen-Anhalt in Halle (Saale) am 4. Dezember zum Anlass nehmend, nimmt der Verbund Ökohöfe e. V. Stellung zu Inhalten, die den Öko-Landbau und die Landwirtschaft allgemein betreffen.

Die Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Dezember 2018 orientiert sich an den 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs), die von den Vereinten Nationen (UN) festgelegt wurden und eine globale nachhaltige Entwicklung sicherstellen sollen.

Der Verbund Ökohöfe e. V. hat sich mit dem Ziel Nummer 2 (Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern) auseinandergesetzt. Die gesetzten Ziele des Landes Sachsen-Anhalt sind hierfür, den Eintrag von Stickstoffüberflüssen in das Grundwasser zu minimieren und die Öko-Landwirtschaft auszuweiten.

Landesweite Stickstoffbilanzierung ist kein geeigneter Indikator für Nährstoffproblematik

„Es ist lobenswert, dass das Land Sachsen-Anhalt sich nachhaltig entwickeln möchte und sich dafür hehre Ziele setzt. Gleichzeitig fallen einige Schwachstellen auf, die aus unserer Perspektive als Bio-Anbauverband nicht weit genug gehen. So ist der Wille, den Stickstoffüberschuss in der Landwirtschaft zu senken, durch Maßnahmen gekennzeichnet, die eine Senkungsstrategie über das gesamte Land Sachsen-Anhalt hinweg verfolgen. Das Land ist jedoch durch unterschiedliche geologische und somit landwirtschaftliche Gegebenheiten gekennzeichnet ist, in denen Böden stärker oder schwächer mit Stickstoff versorgt sind bzw. diesen besser oder schlechter halten können. Aus diesem Grund wird eine Gesamtbilanz niemals in der Lage sein, die standörtlichen Einzelgegebenheiten abbilden zu können. Auch ist offen geblieben, wie genau eine Senkung der Stickstoffeinträge erfolgen soll. Die Maßnahmen, die die Landwirt*innen umsetzen sollen (z. B. stickstoffreduzierte Fütterung, bedarfsgerechte Düngung und Auswertung des Düngemitteleinsatzes), würden zum einen eine flächendeckende Schulung und Sensibilisierung der Landwirt*innen bedeuten. Zum anderen würden diese Maßnahmen für ebendiese in weitere bürokratische Hausaufgaben ausarten, die im Zweifelsfall wenig Effekt zeigen“, so Stefanie Kunz, Beauftragte für Naturschutz beim Verband.

Gleichzeitig sollen diese Maßnahmen freiwillig erfolgen, was im Bericht selbst wie folgt kommentiert wird: ‚[Es] kann nicht abgeschätzt werden, welchen quantitativen Beitrag die [freiwilligen] Maßnahmen für die Zielerreichung leisten können.‘

Ausweitung des Öko-Landbaus scheitert an finanziellen Mitteln

Stefanie Kunz weiter zu den Zielen für den Öko-Landbau: „Das Land Sachsen-Anhalt nimmt sich vor, bis 2030 den Öko-Landbau auf 20 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche auszuweiten. Der Verbund Ökohöfe e. V. begrüßt diese Zielstellung. Aus der Tatsache heraus, dass ein Großteil der sachsen-anhaltinischen Bio-Betriebe Mitglied beim Verbund Ökohöfe e. V. ist, ist der Verband eng mit der Entwicklung des Öko-Landbaus in Sachsen-Anhalt verbunden. Die in der Nachhaltigkeitsstrategie beschriebene ‚Kontinuität der Förderung für ökologisch wirtschaftende Betriebe‘ wurde allerdings bereits in diesem Jahr ad absurdum geführt: Etwa die Hälfte der Antragsteller für eine Öko-Förderung auf Landesebene sind trotz Anwerbung und Zusagen leer ausgegangen, was für einige Betriebe mit empfindlichen finanziellen Einbußen einherging. Es ist fraglich, ob sich nach diesem finanziellen Desaster noch konventionell wirtschaftende Betriebe finden werden, die den Schritt in den Öko-Landbau wagen werden, denn nichts ist gewiss. Das ist genau das Gegenteil von Nachhaltigkeit.“

Der Verbund Ökohöfe e. V. ist Mitglied im Bündnis Nachhaltigkeit des Netzwerk Zukunft Sachsen Anhalt e. V. und setzt sich für eine nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft ein.

Die Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Sachsen-Anhalt ist zu finden beim Ministerium für Landwirtschaft Sachsen-Anhalt.


Traineeprogramm 2019 Adé – Traineeprogramm 2020 Ahoi!

Wanzleben, 20. November 2019. Zum 31. Oktober hat Stefanie Kunz erfolgreich den 16. Jahrgang des Traineeprogramms Ökolandbau der FiBL Projekte GmbH abgeschlossen und ist seit dem 1. November als Beauftragte für Gemüsebau, Naturschutz und Kommunikation direkt angestellt.

Gleichzeitig hat der Verbund Ökohöfe zum 17. Jahrgang des neu benannten Traineeprogramms Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft erneut eine Trainee-Stelle zugesagt bekommen. Das Traineeprogramm beginnt offiziell am 1. April 2020 und läuft bis zum 31. März 2021. Idealerweise wollen wir die Stelle schon vor dem Beginn des Programmstarts besetzen und freuen uns, wenn die Ausschreibung auch von unseren Mitgliedern kommuniziert wird.

Weitere Informationen zur Stelle gibt es ab dem 1. Dezember auf der Internetseite des Traineeprogramms: www.traineeprogramm-oekolandbau.de.

Das Traineeprogramm Ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) – initiiert und finanziert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).
Es wird zurzeit von der FiBL Projekte GmbH im Auftrag durchgeführt.


Landeserntedankfest mit Ökodorf am 14. + 15. September in Magdeburg

Magdeburg / Wanzleben, 14.+15. September 2019. Seit jeher sind Mitgliedsbetriebe des Verbund Ökohöfe auf dem Landeserntedankfest in Magdeburg vertreten und bieten ihre reiche Ernte an. Beim diesjährigen 25-jährigen Jubiläumsfest hatte der Verbund Ökohöfe zum ersten Mal seinen eigenen Stand im Ökodorf. Wir haben uns über Kontakt mit den Betrieben, den Verbraucher*innen und anderen Akteuren der sachsen-anhaltinischen Agrar-Branche gefreut und konnten gleichzeitig den Verband bei Jung und Alt ins Gespräch bringen. 


Verbund Ökohöfe auf den Öko-Feldtagen: Austausch mit dem Bio-Sektor

Grebenstein / Wanzleben, 8. Juli 2019. Bei den zweiten Öko-Feldtagen am 4. und 5. Juli auf der Hessischen Staatsdomäne Frankenhausen vor den Toren Kassels hat sich der Verbund Ökohöfe an seinem Messestand vorgestellt. Weiterhin waren wir dazu eingeladen, im BÖLN-Forum umstellungsinteressierten Landwirten den Verband und seine Inhalte vorzustellen.

Messestand des Verbund Ökohöfe in Ausstellungshalle 1, hier mit Stefanie Kunz (Trainee Ökolandbau + Bereiche Naturschutz und Gartenbau).
Vorstellung des Verbund Ökohöfe im BÖLN-Forum gemeinsam mit allen anderen Bio-Anbauverbänden, Zweite von links: Stefanie Krieger (Bereich Tierhaltung).

Die Öko-Feldtage waren die ideale Gelegenheit, interessante Gespräche mit Gleichgesinnten zu führen, generell zu netzwerken und in einen fachlichen Austausch zu kommen. Gleichzeitig konnte der Verbund Ökohöfe so überregional bekannter gemacht werden. Der Stand unseres Verbands hatte seinen Fokus auf die Vorstellung einiger Mitgliedsbetriebe, die (Aus-)Bildung junger Menschen in der Landwirtschaft und weiterführende politische Forderungen.

Die nächste Veranstaltung, bei der der Verbund Ökohöfe angetroffen werden kann, ist das “Landeserntedankfest“ in Magdeburg am 14. + 15. September 2019.

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